Veranstaltungen und Nachrichten DIE GOLDENE KUGEL VON SANTA MARIA DEL FIORE

DIE GOLDENE KUGEL VON SANTA MARIA DEL FIORE

Das Manetti-Blatt leuchtet schon seit 400 Jahren auf dem Dom.

Die goldene Kugel auf der Kuppel von Santa Maria del Fiore wurde von Andrea del Verrocchio im Jahr 1468 geschaffen. Die Kugel wurde am 27. Mai 1471 auf der Kuppel angebracht und wurde sofort zu einem Symbol für die Bürger von Florenz. Insbesondere am 8. April 1492, als kurz vor dem Tod von Lorenzo De’ Medici ein Blitz in Verrocchios Werk einschlug, fast wie ein Vorzeichen. Das Problem der elektrischen Entladungen setzte sich in den 1500er Jahren fort, bis in der Nacht des 17. Januar 1601 die goldene Kugel vom Blitz getroffen wurde und mit einem Durchmesser von 2,30 Metern und einem Gewicht von 18 Doppelzentnern von der Kuppel fiel. Um die Gefahr und den Schaden, den der Blitz an der Kuppel und dem Platz angerichtet hat, nicht zu vergessen, wurde eine Marmorplatte genau an der Stelle des Absturzes angebracht, die heute noch sichtbar ist.

Die wichtigsten Goldschmiede der damaligen Zeit wurden hinzugezogen, um Verrocchios beschädigtes Werk zu restaurieren. Sowohl wegen ihres Könnens als auch weil sie keine Belohnung verlangten, wurde Matteo Manetti, ein Vorfahre aus der dritten Generation der Familie von Giusto Manetti Battiloro, unter ihnen ausgewählt. Am 18. September 1602 vollendete Matteo in nur einem Monat die Restaurierung der goldenen Kugel in der Basilika Santa Maria del Fiore. Für die Qualität seiner Arbeit wurde Matteo mit dem Titel “Orefice dell’Opera” (Goldschmied der Oper) ausgezeichnet, und seit 400 Jahren hat die Kugel dem Zahn der Zeit und dem Wetter getrotzt.

Im Jahr 2002 finanzierte Giusto Manetti Battiloro eine erneute Restaurierung der goldenen Kugel und stellte damit den Glanz wieder her, den die Zeit zu verbergen versucht hatte: ein Zeichen dafür, dass die Zeiten vergehen, aber die Traditionen fortbestehen…